Statische Inhalte von den Webservern entkoppeln
Mit Akamai rund 90% unserer Objekte nah an den Nutzern cachen und eine bis dahin vollständig auf Bare Metal betriebene Webserver-Farm entlasten.
~90% Objekte nutzernah gecachtProjektgeschichte lesen
Die Ausgangslage
2008 bestand die Plattform aus Bare-Metal-Webservern hinter einem einzelnen Loadbalancer. Eine Cache-Schicht gab es nicht: Auch Anfragen nach statischen Inhalten gingen direkt an die Webserver-Farm. Als Wetterdienstleister hatten wir eine extrem schwankende Nachfrage. Abhängig vom Wetter und anderen Großereignissen verzeichneten wir an einzelnen Tagen rund 20-mal so viel Traffic wie gewöhnlich – vergleichbar mit dem Ansturm auf Amazon am Black Friday. Wir brauchten deshalb ein System, das mit diesen Lastspitzen skalieren konnte.
Der Engpass
Bei hohen Anfrageraten wurde die verfügbare Socket-Kapazität zum Engpass. Die Website war dann zeitweise kaum noch erreichbar – obwohl ein großer Teil der Inhalte nicht bei jedem Abruf erneut vom Origin ausgeliefert werden musste.
Die Veränderung
Durch die Einführung von Akamai konnten wir rund 90% unserer Objekte nah an den Nutzern cachen. Am Origin kamen nur noch etwa 10% der Requests an – rund 90% der Anfragen wurden also ausgelagert. Diese Entlastung ermöglichte es uns sogar, die Webserver-Farm zu verkleinern.
Mehr Handlungsspielraum
An besonders laststarken Tagen hatten wir nun einen zusätzlichen Hebel: Für geeignete Inhalte ließen sich die Cache-Zeiten erhöhen und die Origin-Last weiter reduzieren. Entscheidend war, wo eine längere Vorhaltezeit inhaltlich vertretbar war – nicht ein pauschaler Wert für alles.
Die Erkenntnis: Wiederholt abgerufene Inhalte gehören näher zu den Nutzern. Eine passende Cache-Strategie schafft neben Geschwindigkeit auch betrieblichen Handlungsspielraum. Historischer Projektüberblick; Infrastrukturkennungen und interne Betriebsdetails bleiben bewusst außen vor.


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